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Fleisch von geklonten Kühen

In Grossbritannien könnte deutlich mehr Klonfleisch an Verbraucher verkauft worden sein als bisher bekannt.

Zum Verwechseln ähnlich: Geklonte Rinder in den USA.
Zum Verwechseln ähnlich: Geklonte Rinder in den USA.
Keystone

Wie aus einer Datenbank des britischen Rinderzuchtverbands Holstein UK am Donnerstag hervorging, stammen von einer in den USA geklonten Kuh rund 100 Nachkommen in Grossbritannien ab. Die britische Behörde für Lebensmittelsicherheit (FSA) hatte zuvor von mindestens zwei Fällen gesprochen, in dem das Fleisch eines Nachkommens der Klon-Kuh in die Nahrungskette gelangt sei.

Laut Holstein UK hatte die geklonte Kuh drei direkte Nachkommen, die in wiederum insgesamt 97 Rinder gezeugt hätten. Die FSA hatte zwei Bullen identifiziert, die von der geklonten Kuh abstammen und in Grossbritannien geschlachtet wurden. Das Fleisch der Tiere Dundee Paratrooper und Dundee Parable sei vermutlich gegessen worden, hiess es. In einem dritten Fall sei der Verkauf des Fleisches eines geschlachteten Nachkommens der Klon-Kuh verhindert worden.

EU-weites Verbot von Produkten geklonter Tiere

Die FSA geht derzeit zudem einem Bericht nach, wonach ein Bauer die Milch des Nachkommens einer geklonten Kuh unter normale Milch gemischt haben soll. Nach Ansicht der Behörde ist Milch der Nachkommen von Klontieren ein «neuartiges Lebensmittel» und benötigt daher eine gesonderte Zulassung. Auf europäischer Ebene gibt es eine solche Vorschrift nicht, weshalb nach Angaben der Europäischen Kommission von Dienstag unklar ist, ob solche Produkte bereits auf dem Markt sind. Die Brüsseler Behörde hält Milch und Fleisch von Klontieren und ihrer Nachkommen allerdings für gesundheitlich unbedenklich.

Produkte geklonter Tiere selbst sind EU-weit dennoch verboten, es sei denn, sie haben eine spezielle Zulassung. Das Europaparlament fordert, dieses Verbot wegen ethischer und gesundheitlicher Bedenken auch auf die Nachkommen von Klontieren auszuweiten. Die Kommission will bis Jahresende zunächst einen neuen wissenschaftlichen Bericht vorlegen.

AFP/jak

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