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«Europa lockt Afrikaner in den Tod»

Für Einwanderer würden wir die falschen Anreize setzen, sagt der Oxforder Entwicklungsökonom Paul Collier. Für das Ja der Schweizer zur Masseneinwanderungsinitiative hat er Verständnis.

«Es sind keinesfalls die Ärmsten, die da kommen»: Afrikaner erreichen die italienische Insel Lampedusa (2011).
«Es sind keinesfalls die Ärmsten, die da kommen»: Afrikaner erreichen die italienische Insel Lampedusa (2011).
Keystone

Herr Collier, schaut man auf die demographischen Daten, ist Europa ein alternder Kontinent. Sind wir also auf Einwanderung angewiesen?

Wanderungsbewegungen in einem gewissen Ausmass gibt es immer. Dies ändern zu wollen, wäre töricht. Wenn Sie mich aber fragen, ob Europa eine nennenswerte Netto-Einwanderung aus dem Rest der Welt braucht, würde ich dies verneinen. Wesentlich sinnvoller wäre es, wenn wir eine Sozialpolitik betreiben würden, welche die Vorteile und Kosten der Kindererziehung in einer Weise ausbalanciert, dass die Bevölkerung ungefähr gleich gross bleibt.

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