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Eulex eilt kosovarischen Zöllnern zu Hilfe

Im Kosovo eskaliert schon seit Wochen ein Grenzstreit. Zöllner der EU-Rechtsstaatsmission übernehmen nun die Kontrolle von zwei umstrittenen Grenzübergängen.

Auf politischer Ebene hat sich der Konflikt offenbar gelöst - Serbien und Kosovo haben gemäss der EU eine Einigung erzielt: Kosovaren greifen auf diesem Bild deutsche Nato-Soldaten an einem Grenzposten in Jagnejenica an. (28. November 2011)
Auf politischer Ebene hat sich der Konflikt offenbar gelöst - Serbien und Kosovo haben gemäss der EU eine Einigung erzielt: Kosovaren greifen auf diesem Bild deutsche Nato-Soldaten an einem Grenzposten in Jagnejenica an. (28. November 2011)
Keystone
Lange zeit war keine Einigung in Sicht: Kosovo-Serben liefern sich Kämpfe mit Nato-Soldaten am Grenzposten in der Nähe der Stadt Jagnejenica. (28. November 2011)
Lange zeit war keine Einigung in Sicht: Kosovo-Serben liefern sich Kämpfe mit Nato-Soldaten am Grenzposten in der Nähe der Stadt Jagnejenica. (28. November 2011)
Keystone
«Dahinter steht Belgrad»: Hashim Thaci macht die Regierung des Nachbarlands für die Anschläge verantwortlich.
«Dahinter steht Belgrad»: Hashim Thaci macht die Regierung des Nachbarlands für die Anschläge verantwortlich.
Keystone
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Zöllner und Grenzpolizisten der EU-Rechtsstaatsmission Eulex haben heute Morgen den umstrittenen Grenzübergang Jarinje in Nordkosovo übernommen. Das berichteten Augenzeugen.

Neben den Eulex-Beamten sollen auch Zöllner und Grenzer der albanisch dominierten Kosovo-Regierung hier ihren Dienst verrichten. Die serbische Minderheit im Kosovo, die im Norden des Landes die Mehrheit bildet, läuft dagegen Sturm.

Verkehr mit Strassensperren lahmgelegt

Die Kosovo-Serben haben den Verkehr im Norden beinahe flächendeckend durch Strassensperren lahmgelegt. An zahlreichen Orten wie Mitrovica, Leposavic und Zubin Potok versperrten Kiesladungen, Baumstämme und schwere Baugeräte den Weg.

Die Bürgermeister der serbischen Gemeinden im Nordkosovo hatten alle Landsleute aufgerufen, sich an den Barrikaden zu versammeln. Unklar blieb zunächst, wie sich die internationale Schutztruppe KFOR verhalten wird, die für die Bewegungsfreiheit in ganz Kosovo zuständig ist.

Übernahme des zweiten Übergangs noch heute

Die Eulex-Beamten waren wegen der vielen Blockaden mit Helikoptern nach Jarinje gebracht worden. Im Laufe des Vormittags wollten Eulex und Beamte der Kosovo-Regierung auch den zweiten umstrittenen Grenzübergang Brnjak übernehmen.

Zunächst soll Eulex an beiden Grenzposten die führende Kraft und die Vertreter Pristinas nur «symbolisch» anwesend sein. Bis zu den jüngsten Gewaltausbrüchen im Juli hatten die Serben beide Grenzposten unter ihrer Kontrolle. Seitdem waren sie militärisches Sperrgebiet, das allein von KFOR-Soldaten kontrolliert wurde.

SDA/wid

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