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EU-Kommissionskandidatin fällt durch

Rückschlag für Jean-Claude Juncker: Eine seiner Kandidatinnen für die EU-Kommission wurde vom Parlament abgelehnt. Sie könnte nicht die letzte sein.

Konnte nicht überzeugen: Alenka Bratusek während der Anhörung im EU-Parlament. (6. Oktober 2014)
Konnte nicht überzeugen: Alenka Bratusek während der Anhörung im EU-Parlament. (6. Oktober 2014)
AFP

Die EU-Parlamentarier haben eine Kandidatin aus dem Team des künftigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker abgelehnt. Sie sprachen sich gegen die liberale Slowenin Alenka Bratusek aus, die als Vizepräsidentin für die Energieunion zuständig sein sollte.

Dies berichteten Abgeordnete am Mittwochabend in Brüssel. Die frühere slowenische Ministerpräsidentin hatte die Parlamentarier bei ihrer Anhörung nicht überzeugen können. Der ebenfalls umstrittene Spanier Miguel Arias Cañete als Energie- und Klimakommissar wurde von den Abgeordneten dagegen durchgewunken.

Abgestimmt wird nur über die ganze Kommission

Juncker braucht die Zustimmung des EU-Parlaments für seine Kommissionsmannschaft, die eigentlich am 1. November die Arbeit aufnehmen soll. Als weitere Wackelkandidaten gelten der Franzose Pierre Moscovici als Wirtschaftskommissar und der Brite Jonathan Hill als Finanzmarktkommissar.

Das Parlament kann bei der Bildung der neuen Kommission jedoch nicht einzelne Kandidaten ablehnen, sondern nur das gesamte Gremium mit insgesamt 27 Kommissaren. Laut Diplomaten muss Juncker nun entscheiden, ob er Bratusek ein anderes Ressort gibt oder Slowenien bittet, einen anderen Anwärter zu benennen. Die Abstimmung über die Juncker-Kommission ist für den 22. Oktober geplant.

SDA/ldc

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