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EU will CO2-Reduktion bei Neuwagen um 40 Prozent

Im Kampf gegen den Klimawandel setzt Brüssel auf strenge Vorgaben. Bei neuen Autos soll der Kohlenstoffdioxid-Ausstoss bis 2030 stark sinken.

Autos und kleine Nutzfahrzeuge sollen sauberer gemacht und Arbeitsplätze gesichert werden. (Archiv)
Autos und kleine Nutzfahrzeuge sollen sauberer gemacht und Arbeitsplätze gesichert werden. (Archiv)
Martin Meissner, Keystone

Im Kampf gegen den Klimawandel hat das EU-Parlament eine Reduzierung des CO2-Ausstosses von Neuwagen bis 2030 um 40 Prozent gefordert. Den weniger ambitionierten Vorschlag der EU-Kommission lehnte es am Mittwoch ab.

Brüssel hatte vorgeschlagen, die CO2-Emissionen bis 2030 um lediglich 30 Prozent zu verringern. Zugleich verlangte das Parlament in Strassburg ein Zwischenziel von 20 Prozent weniger CO2 bis 2025.

Aber auch ehrgeizigere Forderungen der Grünen und des Umweltausschusses fanden keine Mehrheit im Plenum. Nach dem Votum können nun die Verhandlungen zwischen dem EU-Parlament, den EU-Staaten und der EU-Kommission beginnen.

Ausgewogener Kompromiss

Der Verkehrsexperte der sozialdemokratischen Fraktion, Ismail Ertug (SPD), sprach von einem «ausgewogenen Kompromiss». Ziel sei es, Autos und kleine Nutzfahrzeuge sauberer zu machen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern. Dazu fordere das EU-Parlament auch, dass Niedrig- oder Nullemissionsfahrzeuge – also Elektro-, Hybrid- oder Gasautos – im Jahr 2020 ein Fünftel der Neuzulassungen ausmachen sollten, sagte Ertug weiter.

Bei der geplanten Neuregelung handelt es sich um eine Verordnung, über die das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten gemeinsam entscheiden. Sie müssen sich daher auf einen Kompromiss einigen. Die EU-Umweltminister wollen am kommenden Dienstag ihre Position festlegen.

(SDA)

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