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«Es wird bewusst Chaos erzeugt»

Die EU reagiert auf die Nöte der Flüchtlinge auf der Balkanroute und hat die Spitzen der betroffenen Länder nach Brüssel beordert. Spezialist Florian Bieber zur Ausgangslage.

Wie weiter? Flüchtlinge an der slowenisch-kroatischen Grenze. (23. Oktober 2015)
Wie weiter? Flüchtlinge an der slowenisch-kroatischen Grenze. (23. Oktober 2015)
Keystone

Ungarn, Mazedonien, Serbien, Kroatien und jetzt Slowenien: Ein Balkanstaat nach dem anderen gerät in den Fokus der Flüchtlingskrise. Das Bild ist überall dasselbe: Chaos. Warum? Vorgewarnt waren die betroffenen Staaten ja.

Das hat teilweise damit zu tun, dass man in den betroffenen Staaten das Chaos will. Natürlich können Staaten trotz Vorbereitung an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, und gerade auf dem Balkan sind bei den staatlichen Strukturen Schwächen vorhanden. Doch das Chaos soll ganz klar ein Signal nach Westen sein, dass man in einer sehr schwierigen Lage ist, und andererseits an die Flüchtlinge, dass der Weg dann doch nicht so leicht zu bewältigen ist. Es gibt Beispiele, die zeigen, dass zuweilen bewusst Chaos erzeugt wird. Etwa wenn Flüchtlinge in Kroatien für den Weitertransport nicht direkt an der Grenze zu Serbien aufgesammelt werden, sondern erst 20 Kilometer weiter – und dies ohne ersichtlichen Grund.

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