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Ein zerrissenes Dänemark

Misstrauen und Missgunst gegenüber Fremden haben in Skandinavien schon länger zugenommen. Nach den Attentaten von Kopenhagen fühlen sich die Rechtspopulisten bestätigt.

Passanten gedenken vor der Synagoge in der Krystalgade der Opfer der Kopenhagener Anschläge. Foto: Leonhard Foeger (Reuters)
Passanten gedenken vor der Synagoge in der Krystalgade der Opfer der Kopenhagener Anschläge. Foto: Leonhard Foeger (Reuters)

Nach dem Anschlag in Kopenhagen versuchen die Dänen zu begreifen, was da geschehen ist in ihrer sonst so glücklichen Gemeinschaft. Sie stehen schockiert an den Tatorten vor den Blumen – und formulieren zwei Gedanken, die sich scheinbar widersprechen: Zuerst sagen sie, sie hätten gewusst, dass so etwas passieren würde; sie hätten mit einem Angriff auf ihre Gesellschaft gerechnet, einem Anschlag wie in Paris auf die Redaktion von «Charlie Hebdo». Und im selben Atemzug sagen sie dann, sie könnten gar nicht glauben, dass so etwas in Dänemark geschehen sei, in ihrem toleranten und friedlichen Land.

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