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«Ein Scheitern kann der Beginn eines Erfolgs von morgen sein»

Er gilt als Europas Antwort auf Henry Kissinger: Spitzendiplomat Javier Solana zur neuen Weltordnung, zur Euro-Krise und der Affäre Schweiz-Libyen.

Luciano Ferrari und Richard Diethelm
«Es ist für die Schweiz sehr hilfreich, in Schengen dabei zu sein»: Javier Solana in Genf.
«Es ist für die Schweiz sehr hilfreich, in Schengen dabei zu sein»: Javier Solana in Genf.
Eddy Mottaz

Javier Solana empfängt zum Gespräch in einem Salon der Genfer Villa Plantamour. Durchs offene Fenster dringen das gleissende Licht vom nahen See und Vogelgezwitscher aus den alten Bäumen im umgebenden Park. In dieser entspannten Atmosphäre setzten sich erstmals Rebellenführer und Vertreter der Regierung Burundis an einen Tisch, um Wege zur Befriedung von Hutu und Tutsi auszuloten. Seither trafen sich in der Villa am See insgeheim Gegenspieler in vielen anderen Konflikten. Das Terrain bereitete jeweils das Zentrum für humanitären Dialog Henri Dunant (CHD) vor. Die 1999 gegründete, regierungsunabhängige Organisation hat hier ihren Hauptsitz. Sie tritt in Aktion, wenn die herkömmlichen Mittel der Friedensvermittlung gescheitert sind.

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