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Drogensüchtigen auf der Krim droht ein kalter Entzug

Rund 800 Drogenabhängige beteiligen sich auf der Krim an einem Entzugsprogramm. In Russland ist der Ersatzstoff Methadon jedoch verboten. Nun droht der Halbinsel die Ausbreitung von HIV und Aids.

«Das ist ein ernsthafter körperlicher Zusammenbruch», sagt Sergej Kislow (im Bild) über den kalten Entzug.
«Das ist ein ernsthafter körperlicher Zusammenbruch», sagt Sergej Kislow (im Bild) über den kalten Entzug.
Keystone
Nimmt seit vier Jahren Methadon: Alexander Pevzenko.
Nimmt seit vier Jahren Methadon: Alexander Pevzenko.
Keystone
«HIV erwischt oft Menschen, die sozial nicht abgesichert sind»: Denis Troschin, Leiter einer Nichtregierungsorganisation, die das Methadon-Programm für Süchtige in Sewastopol unterstützt.
«HIV erwischt oft Menschen, die sozial nicht abgesichert sind»: Denis Troschin, Leiter einer Nichtregierungsorganisation, die das Methadon-Programm für Süchtige in Sewastopol unterstützt.
Keystone
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Die Abgabe des Ersatzstoffs Methadon an Drogenabhängige auf der Krim hat die Ausbreitung von HIV auf der Halbinsel verlangsamt. Dieser Erfolg steht nun auf dem Spiel, weil Russland das Medikament verbietet.

Jeden Morgen fährt Sergej Kislow mit dem Bus in einen heruntergekommenen Stadtteil am Rande von Sewastopol, um sich seine tägliche Dosis Methadon abzuholen. Er nimmt wie rund 800 weitere Drogenabhängige auf der Krim an einem Entzugsprogramm teil, das die Patienten von der Strasse holen und die Ausbreitung von HIV auf der Halbinsel stoppen soll. Mit Moskaus Übernahme der Krim steht das Methadon-Programm vor dem Aus, denn in Russland ist das Medikament verboten.

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