Zum Hauptinhalt springen

Dieses Bild löst in Frankreich eine gehässige Twitter-Debatte aus

Im französischen Parlament wird zurzeit über ein Twitter-Verbot debattiert. Hintergrund des Streits bilden die Diskussion über die Homo-Ehe und der Tweet eines konservativen Abgeordneten.

Stein des Anstosses: Französischer Abgeordneter spielt Scrabble.
Stein des Anstosses: Französischer Abgeordneter spielt Scrabble.

Twitter-Krieg im französischen Parlament: Nach einer Reihe aggressiver Kurzbotschaften von Abgeordneten im Internet ist in Paris eine erregte Debatte darüber im Gange, ob die Nutzung von Twitter im Parlament ganz untersagt werden sollte.

Parlamentspräsident Claude Bartolone von den regierenden Sozialisten lehnte einen solch drastischen Schritt heute zwar ab. Er forderte aber «Spielregeln» für den Twitter-Gebrauch und verlangte, die Abgeordneten müssten die Nutzung des Kurzbotschaften-Dienstes «lernen».

Scrabble statt Politik

Hintergrund ist die erbitterte Auseinandersetzung zwischen der linken Regierungsmehrheit und der konservativen Opposition um die geplante Einführung der Homo-Ehe in Frankreich. Seit der Gesetzesentwurf der Sozialisten im Parlament beraten wird, kam es zu einer ganzen Reihe böser Twitter-Botschaften aus der Nationalversammlung.

Auslöser für die Forderungen nach einem völligen Verbot der Kurzbotschaften war ein Tweet eines konservativen Abgeordneten, der gestern das Foto eines anderen Parlamentariers verschickte, der während der Debatte Scrabble spielte.

Glatze oder nicht?

Ein Sozialist wurde namentlich als «Spieler» denunziert mit dem Hinweis: «Homo-Ehe, Adoption (...), dieser Abgeordnete entscheidet über das Schicksal der Kinder Frankreichs.»

Die Regierungsfraktion prangerte den Tweet als «verleumderisch» an, denn der Abgeordnete auf dem Foto, der nur von hinten zu sehen ist, könne nicht der angeschwärzte Sozialist sein - der habe eine beginnende Glatze, während der «Spieler» auf dem Foto volles Haar habe.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch