Zum Hauptinhalt springen

Die Zugspitze leuchtet für den Klimawandel

Umweltaktivisten demonstrieren mit einer gewaltigen Projektion gegen den G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen. Auf dem Bergmassiv leuchtete eine doppeldeutige Forderung.

Leuchtendes Zeichen für den Klimawandel:  Umweltschützer projizieren Klimaforderungen auf die Zugspitze. (08.06.2015)
Leuchtendes Zeichen für den Klimawandel: Umweltschützer projizieren Klimaforderungen auf die Zugspitze. (08.06.2015)
Felix Kästle, Keystone
Auf dem Bergmassiv stand in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».
Auf dem Bergmassiv stand in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».
Felix Kästle, Keystone
Die Polizei lobte die mehrheitlich friedlichen Proteste auf Twitter.
Die Polizei lobte die mehrheitlich friedlichen Proteste auf Twitter.
Philipp Gülland, Keystone
1 / 11

Umweltschützer haben mit einer riesigen Laserprojektion auf das Zugspitzenmassiv die G7-Staaten zu einer globalen Klimawende aufgefordert. An der Aktion beteiligten sich 25 Greenpeace-Aktivisten.

«Kanzlerin Merkel muss in Elmau das Ende des Kohlezeitalters einläuten», sagte Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Energieexperte, am frühen Montagmorgen in Garmisch-Partenkirchen. Auf dem Bergmassiv leuchtete in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».

Umweltschützer fordern die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen (G7) auf, bei deren Treffen im benachbarten Schloss Elmau gemeinsam den Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft einzuleiten. Am Montag wollen die G7-Teilnehmer über den Klimaschutz sprechen.

«Atomkraft viel zu riskant»

Greenpeace kritisierte, auch weil G7-Länder wie Deutschland ihren Kohleanteil am Strommix nicht schnell genug reduzierten, sei die Gruppe der sieben führenden Industrienationen noch immer für mehr als ein Viertel des globalen Treibhausgasausstosses verantwortlich.

Die G7-Länder müssten sich «klar zu den zukunftsweisenden Technologien der erneuerbaren Energien bekennen». Atomkraft sei viel zu riskant und daher keine Alternative.

Anzeige möglich

Merkel möchte mit Blick auf die UNO-Klimakonferenz Ende des Jahres in Paris aus Elmau ein möglichst starkes Signal zur Emissionsminderung setzen. Weitere Themen des zweiten und letzten Gipfeltags sind der Kampf gegen den internationalen Terrorismus sowie Entwicklungshilfe und Gesundheitsschutz.

Die Greenpeace-Aktion auf einer Wiese vor dem Zugspitzmassiv alarmierte die Polizei, die mit mehr als 20 Beamten anrückte. Greenpeace muss mit einer Anzeige wegen einer nicht angemeldeten Versammlung rechnen.

Protest beendet

Früher als der G7-Gipfel ist der Protest der Gegner zu Ende gegangen. Die Abschlusskundgebung des Aktionsbündnisses «Stop G7 Elmau» endete am Montagmittag auf dem Bahnhofsplatz in Garmisch-Partenkirchen.

«Kommt gut heim», sagte die Veranstaltungsleiterin Ingrid Scherf. Ursprünglich waren 500 Teilnehmer erwartet worden, es kamen aber nur knapp 100 Demonstranten. Auf dem Camp der G7-Gegner am Ortsrand wurden die letzten Zelte abgebaut. Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs von sieben wichtigen Industrienationen geht am Nachmittag im benachbarten Elmau zu Ende.

SDA/dia

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch