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Die späte Aussöhnung mit einem Schwergewicht

Die CDU/CSU feiert Helmut Kohl, der vor 30 Jahren zum Bundeskanzler gewählt wurde. Deutschland aber ringt um das Bild, das vom Alt-Kanzler bleiben soll.

Dem kranken Mann ist seine Ausstrahlung geblieben: Helmut Kohl gestern mit Angela Merkel im Reichstagsgebäude in Berlin.
Dem kranken Mann ist seine Ausstrahlung geblieben: Helmut Kohl gestern mit Angela Merkel im Reichstagsgebäude in Berlin.
Axel Schmidt (AP Photo)

Selten ist so ein Gedränge im dritten Stock des Reichstagsgebäudes. Kameraleute zerren an Fotografen, Journalisten treten sich gegenseitig auf die Füsse. Es gibt eine politische Sensation zu berichten: Helmut Kohl ist gekommen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren besucht der Alt-Kanzler die Fraktion von CDU/CSU. Starr und regungslos sitzt der 82-Jährige im Rollstuhl. Kohl kann seit einem Sturz nicht mehr gehen, auch das Sprechen fällt ihm schwer. Doch selbst als alter, kranker Mann hat er immer noch eine ungeheure Ausstrahlung. Die Abgeordneten klatschen, die Minister, die Kanzlerin – alle stehen.

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