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Die jüngsten Wähler kürten den ältesten Kandidaten

Zwei neue Parteien gewinnen die tschechischen Wahlen mit Kampagnen gegen das politische Establishment. Jetzt wollen sie selber in die Regierung.

Wahlsieger Karel Schwarzenberg, 72, besitzt auch den Schweizer Pass.
Wahlsieger Karel Schwarzenberg, 72, besitzt auch den Schweizer Pass.

Der Tag nach der Wahl war der Tag der Rücktritte. Als Erster verkündete der Vorsitzende der tschechischen Sozialdemokraten (CSSD), Jiri Paroubek, seinen Abschied. Mit 22 Prozent ist die CSSD zwar stärkste Partei, schnitt aber viel schlechter ab als erwartet. Sie bekam 10 Prozent weniger als bei den Parlamentswahlen 2006. Die Menschen hätten wohl eine andere Richtung gewählt, kommentierte der 57-jährige Paroubek trocken den Pyrrhussieg. Dem sozialdemokratischen Vorbild folgten wenig später Ondrej Liska und Cyril Svoboda, die Parteichefs der Grünen und der Christdemokraten. Beide Parteien waren bis 2009 Teil der bürgerlich-grünen Regierungskoalition, beide scheiterten dieses Mal an der 5-Prozent-Hürde.

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