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«Die Europäer wollen uns an den Kragen»

Am Freitag wählen die Iren ein neues Parlament. Die Wut gegen Brüssel ist gross. Doch die EU ist der falsche Sündenbock.

Schlechte Stimmung: Ein Ire demonstriert in Dublin gegen die Sparmassnahmen der Regierung.
Schlechte Stimmung: Ein Ire demonstriert in Dublin gegen die Sparmassnahmen der Regierung.
Keystone

Als Irland 1973 der EU beitrat, war es mehr oder weniger ein Drittweltland: Die Bevölkerung war arm, jung und arbeitslos. Bis zum Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 war Irland ein Boomland. Junge Polen, Letten, aber auch Deutsche und Franzosen arbeiteten unter der Woche in Dublin und flogen über das Wochenende mit dem Billigflieger Ryanair nach Hause. Die Grüne Insel konnte sich brüsten, das höchste Pro-Kopf-Einkommen und die tiefste Staatsverschuldung zu haben. Jetzt singen die Iren wieder den Blues: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist in den letzten drei Jahren um 11 Prozent geschrumpft, die Arbeitslosenzahl liegt bei 13,3 Prozent und die Staatsverschuldung beträgt 95 Prozent des BIP. Was hat die EU mit dieser unglaublichen irischen Achterbahn zu tun?

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