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«Die Drohkulisse hat gewirkt»

Die EU-Abgeordneten seien bereits vor der Sparpaket-Abstimmung optimistisch gewesen. Weshalb in Brüssel trotzdem nicht richtig gejubelt wird, sagt EU-Korrespondent Stephan Israel.

Der Druck aus der EU war gross: Ministerpräsident Georgios Papandreou und Angela Merkel.
Der Druck aus der EU war gross: Ministerpräsident Georgios Papandreou und Angela Merkel.
Keystone

Wie wurde in Brüssel der Abstimmung in Athen entgegengefiebert? Nach dem EU-Gipfel letzten Freitag war man in Brüssel einigermassen zuversichtlich. Der griechische Regierungschef Papandreou hatte dort die EU-Kollegen beruhigt, dass er sein Sparprogramm heute auch ohne Unterstützung der konservativen Opposition durchs Parlament bringen werde. Das Kalkül ist nun aufgegangen. Die regierenden Sozialisten stimmten praktisch geschlossen für das Programm. Geholfen hat sicher auch die Drohkulisse von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Er hat vor der Abstimmung nochmals klar gemacht, dass es keinen Plan B gebe, dass Griechenland nach einer Ablehnung des Plans nicht mit Hilfe rechnen und spätestens Mitte Juli pleite wäre.

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