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Die bulgarische Polizei gilt als besonders brutal

In Bulgarien kam es zum ersten toten Flüchtling durch Polizeigewalt. Dazu die Einschätzung unseres Korrespondenten. Plus: Nun nutzen die Schlepper Korridore, die schon von einer anderen Branche eingerichtet wurden.

Verfehlt den Zweck: Grenzzaun an der bulgarisch-türkischen Grenze. Bild: EPA/Vassil Donev
Verfehlt den Zweck: Grenzzaun an der bulgarisch-türkischen Grenze. Bild: EPA/Vassil Donev

Die Theorie vom «Querschläger» glauben nicht einmal alle in der bulgarischen Regierungskoalition. «Die Polizei behauptet, sie habe in die Luft geschossen», sagt der ehemalige Armeegeneral Atanas Atanasow, der den parlamentarischen Sicherheitsausschuss leitet, zu bulgarischen Medien: «Wo sollte die Kugel da abgeprallt sein?» In der Nacht von Donnerstag auf Freitag starb ein afghanischer Flüchtling nahe der bulgarischen Kleinstadt Sredets durch die Kugel aus dem Gewehr eines Grenzpolizisten. Der 25-jährige Flüchtling ist in der Flüchtlingskrise das erste Opfer von Polizeigewalt. Ob der Schuss den Mann tatsächlich nur durch ein Missgeschick im Nacken traf oder doch gezielt abgegeben wurde, soll nun eine Sonderkommission der bulgarischen Polizei klären.

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