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Die Bayern wenden sich von der CSU ab

Die bayrische Monopolpartei gerät in den Abwärtssog der schwarz-gelben Regierungskoalition in Berlin. Die Zustimmungsrate liegt mittlerweile auf einem Rekordtief.

Das Aushängeschild der CSU: Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Das Aushängeschild der CSU: Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Keystone

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist nach eigenen Angaben nichts von einem Absturz seiner Partei in Umfragen bekannt. «Ich kenne keine Umfrage, die die CSU unter 40 sieht, erst recht keine geheime», sagte Dobrindt am Donnerstag in München. «Alle Umfragen, die ich kenne, sehen uns klar über 40 Prozent.»

Dobrindt reagierte damit auf eine Meldung der «Bild»-Zeitung. Danach ist die CSU bei einer bisher nicht veröffentlichten Umfrage auf rund 38 Prozent Wählerzustimmung abgestürzt. In der Sonntagsfrage, die unter anderem längerfristige Wählerbindungen berücksichtigt, kommen die Christsozialen demnach noch auf knapp 40 Prozent. Das Blatt beruft sich auf Informationen aus CSU-Kreisen über eine Meinungsumfrage eines Hamburger Instituts.

Im Abwärtssog der schwarz-gelben Koalition

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein sagte der Zeitung, seine Partei müsse «höllisch aufpassen, dass sie nicht in den Abwärtssog der schwarz-gelben Koalition gerät». Es gebe die Gefahr, dass auch der CSU konservative Stammwähler verloren gingen, weil ihnen die Richtung in Berlin nicht passe, sagte Beckstein. «Wir müssen in Bayern alles tun, um nicht vom Negativ-Trend der CDU erfasst zu werden.»

Es gelte der alte Satz von Franz Josef Strauss, dass es rechts von der CSU keine andere demokratisch legitimierte Partei geben dürfe, betonte Beckstein: «Die Union darf nicht länger ihre konservativen Stammwähler vernachlässigen.» Ex-Parteichef Erwin Huber sagte, die CSU sei keineswegs immun gegen den Negativtrend der Union insgesamt. «Wir müssen auf unser eigenes Profil achten und auch die konservativen Wähler bundesweit für die Union ansprechen.»

dapd/jak

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