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Die allmächtige Staatspartei zittert vor den Wahlen

Morgen wählen die Russen ein neues Parlament. Die Stimmung dreht gegen die Regierungspartei, und die Popularität Wladimir Putins bröckelt. In Moskau soll dem starken Mann ein eisiger Wind ins Gesicht blasen.

Wollen in Russland auch künftig mit harter Hand die Richtung diktieren: Wladimir Putin (links) und Dimitri Medwedew an einer Parteiversammlung in Moskau. (27. November 2011)
Wollen in Russland auch künftig mit harter Hand die Richtung diktieren: Wladimir Putin (links) und Dimitri Medwedew an einer Parteiversammlung in Moskau. (27. November 2011)
Keystone

Immer mehr Menschen zweifeln, ob es bei der morgigen Duma-Wahl mit rechten Dingen zugeht. Der Machtapparat ist nervös geworden. Wenige Tage vor der Wahl warnte der Gouverneur von Omsk, Leonid Poleschajew, das Volk vor den Folgen einer Niederlage der Staatspartei «Einiges Russland»: «Grosse Industriebetriebe könnten unser Gebiet verlassen.» In anderen Regionen hat «Einiges Russland» alle Wahlveranstaltungen abgeblasen, wie Parteifunktionäre der Internetzeitung «gaseta.ru» mitteilten. «Uns wurde gesagt, stillzuhalten, um die Lage nicht weiter zu destabilisieren.» In Moskau wollen die Behörden am Wahltag 50'000 Polizisten konzentrieren. Ausserdem sollen bis zu 40'000 Aktivisten der kremlnahen Jugendorganisation «Die Unsrigen» aus den umliegenden Regionen herangeschafft werden – auch, um im Falle aller Fälle die herrschende Ordnung zu verteidigen.

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