Deutsche halten SPD-Chefin nicht für kanzlertauglich

Nur 9 Prozent der Deutschen trauen Andrea Nahles das Kanzleramt zu. Der Grünen-Politiker Robert Habeck kommt auf respektable 20 Prozent. Den Spitzenwert erzielt jedoch eine Frau.

Ihre Landsleute sehen Andrea Nahles nicht als Nachfolgerin von Angela Merkel.

Ihre Landsleute sehen Andrea Nahles nicht als Nachfolgerin von Angela Merkel.

(Bild: Keystone)

Der Grünen-Politiker Robert Habeck als neuer Bundeskanzler: Dies kann sich einer neuen Umfrage zufolge inzwischen jeder fünfte Deutsche vorstellen. In dem am Montag veröffentlichten «Trendbarometer» der Sender RTL und n-tv erklärten 20 Prozent der Befragten den Grünen-Chef als kanzlerfähig.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles kam lediglich auf neun Prozent - und lag damit deutlich hinter ihrem Parteikollegen Olaf Scholz: Den Bundesfinanzminister konnten sich 24 Prozent als Kanzler vorstellen. Den höchsten Wert in der Kanzlerfrage erzielte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit 28 Prozent.

Dass Robert Habeck das Zeug zum Kanzler hätte, glauben der Umfrage zufolge 49 Prozent der Anhänger seiner Partei. Bei den Sympathisanten der Linken sind es immerhin noch 35 Prozent. Überdurchschnittliche Unterstützung erfährt Habeck auch bei den jungen Wählern zwischen 18 und 29 Jahren mit 22 Prozent - und bei den über 60-Jährigen mit 23 Prozent.

Nicht mal Sozialdemokraten halten Nahles für tauglich

Der CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer bescheinigte rund die Hälfte der Unionsanhänger, kanzlertauglich zu sein. SPD-Chefin Nahles geniesst unter den Anhängern der eigenen Partei weniger Vertrauen: Nur 15 Prozent halten sie für kanzlertauglich. Damit stehen die SPD-Anhänger ihrer Vorsitzenden skeptischer gegenüber als die Linken-Sympathisanten, von denen 23 Prozent Nahles das Kanzleramt zutrauen.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte zu RTL, dass nach Jahrzehnten der Kanzlerschaften von CDU- und SPD-Politikern nun auch «ein Grüner im mächtigsten Amt der Republik nicht mehr unvorstellbar» sei. «Hält der Höhenflug der Grünen an, dürften die Grünen gezwungen sein, einen Kanzlerkandidaten aufzustellen.»

amu/AFP

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