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Der richtige Kapitän für die raue See

Premierminister Boris Johnson, der Mann, der sich auch mit Winston Churchill verglich, ist der richtige Mann für den Brexit – und die Zeit danach.

Premierminister Boris Johnson wird den Brexit vollenden: Der Mann, der sich auch schon mit Winston Churchill verglich.
Premierminister Boris Johnson wird den Brexit vollenden: Der Mann, der sich auch schon mit Winston Churchill verglich.
Reuters

Es muss Boris Johnson sein. Es kann nur Boris Johnson sein. Der Mann, der sich auch schon mit Winston Churchill verglich, dieser Mann ist es, der das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union (Brexit) führen wird. Boris Johnson wird es sein, der die Plattitüde «Brexit heisst Brexit» seiner Vorgängerin Theresa May zu «Brexit wurde zu Brexit» wandeln wird.

Denn er geht mit dem 2016 von der britischen Bevölkerung gutgeheissenen Brexit schon fundamental anders um als die zurückgetretene May. Sie sah den Brexit nie als eine Gelegenheit für Grossbritannien, sich neu aus­zurichten, sondern als «Schadens­begrenzungs-Übung», wie der «Telegraph» kommentiert. Eine schon im Grundsatz falsche Herangehensweise an die Umsetzung eines Volksentscheides.

Die Wirtschaft und die Forschung müssen gestärkt, Innovation gefördert und Freihandelsabkommen abgeschlossen werden.

Deshalb ist es längst an der Zeit, dass ein Mann wie Boris Johnson das Ruder übernimmt. Die Seefahrernation Britannien braucht einen Kapitän, der auf stürmischer See von seinem Auftrag überzeugt ist und so die Nation in einen ­sicheren Hafen manövriert.

«Post-Brexit-Zukunft«

Grossbritannien hat nun einen Rabauken wie Boris Johnson als Premier­minister, der diesen Kreis der Angst vor der Vollstreckung einer Pflicht, den britische Politiker drei Jahre lang entlang gelaufen sind, durchbricht. Johnson wird nicht den gleichen Fehler wie May machen: zu glauben, dass man mit der EU fair verhandeln könne, dass die EU auf die britischen Anliegen eingehen möchte, dass bei den Leuten in Brüssel tatsächlich der realistische, der Demokratie-politische Konsens herrsche, dass man den Entscheid der britischen Bevölkerung zusammen mit Grossbritannien umsetzen wolle, ohne dem Land grösstmöglichen Schaden zuzufügen. Der «Telegraph» schreibt provokant: «Neville Chamberlain (der Vorgänger Churchills), dachte, man könne Hitler trauen. Theresa May dachte, man könne der EU trauen.»

Ein weiterer fundamentaler Unterschied zu May ist, dass Johnson nicht den Brexit als solchen als seine präsidiale Aufgabe ansieht, sondern die Zeit danach. In seiner ersten Rede als Premierminister nennt er sie die «Post-Brexit-Zukunft».

Die Wirtschaft und die Forschung müssen gestärkt, Innovation gefördert und Freihandelsabkommen abgeschlossen werden. Denn für ihn ist klar: Es geht nicht mehr darum, wann und wie der Brexit vonstattengehen wird. Der Termin ist der 31. Oktober. Egal, was die ­Europäische Union tut oder nicht tut, will oder nicht will: Dann soll das ganze Theater nach über drei Jahren beendet sein – hoffentlich.

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