Zum Hauptinhalt springen

Der «liebe Barack» «forgot to bring his Lederhosen»

Beim bayerischen Frühschoppen mit Weissbier und Brezen geht der US-Präsident vor dem G7-Gipfel in die Charme-Offensive.

Entspannter US-Präsident in Deutschland: Barack Obama gönnt sich einen kräftigen Schluck Weissbier.
Entspannter US-Präsident in Deutschland: Barack Obama gönnt sich einen kräftigen Schluck Weissbier.
Daniel Karmann, AFP
Zuvor hielt er Ansprache und lauschte Alphorn-Klängen.
Zuvor hielt er Ansprache und lauschte Alphorn-Klängen.
Mandel Ngan, AFP
Obama scheint die lockere Atmosphäre beim Frühschoppen im Dorf Krün genossen zu haben.
Obama scheint die lockere Atmosphäre beim Frühschoppen im Dorf Krün genossen zu haben.
EPA/Tobias Hase
1 / 4

US-Präsident Barack Obama hat nach seiner Ankunft zum G-7-Gipfel in Bayern eine Charme-Offensive in Sachen deutsch-amerikanischer Freundschaft gestartet. Bei einem zünftigen Frühschoppen mit Weissbier, Brezen und Alphornbläsern sagte er am Sonntag in Krün, die Partnerschaft mit Deutschland sei «eine der stärksten Allianzen, die die Welt je gesehen hat». Die Mächtigen der Welt seien dankbar für die «Führung und Partnerschaft Ihrer Kanzlerin», sagte er in die Runde biertrinkender Trachtenträger.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte dem «lieben Barack», trotz gelegentlicher Differenzen, die in den letzten paar Jahren die Partnerschaft belastet hätten, seien die USAimmer noch Freund und wichtigerPartner, mit dem die Bundesregierung sehr eng zusammenarbeite. Diese Zusammenarbeit sei im gegenseitigen Interesse, sie sei notwendig und gewollt. Sie spielte mit den Differenzen unter anderem auf die exzessive Spitzeltätigkeit des US-Geheimdienstes NSAan, die bis zum Anzapfen ihres Handys gegangen war.

Barack Obama und Angela Merkel pflegen in entspannter Atmosphäre die deutsch-amerikanische Freundschaft. (Quelle: Reuters)

Obama genoss derweil die Biergartenatmosphäre in Krün und stellte fest, dass er das richtige Kleidungsstück noch nicht besitze:«I forgot to bring my Lederhosen», gestand er zum Gelächter der Bayern nach einem zünftigen «Grüss Gott!». Vielleicht käme er ja noch dazu, welche zu kaufen, fügte er hinzu. Insgeheim habe er ja gehofft gehabt, dass der G7-Gipfel zur Oktoberfestzeit stattfinden könne. Sei aber nicht so schlimm:«There's never a bad day for a beer and a weisswurst.» Er könne sich keinen besseren Ort - als Krün - vorstellen, die «dauerhafte Freundschaft zwischen dem deutschen und amerikanischen Volk zu feiern.»

Das Vor-Gipfel-Treffen zwischen Obama und Merkel war viel seriöser, sozusagen bierernst angekündigt worden. Die beiden wollten ihre Themen für den zweitägigen Gipfel koordinieren, hiess es. Zudem wolle Obama die wegen der Spionage-Affäre beschädigten Beziehungen zu Deutschland verbessern.

SDA/ofi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch