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Der Geist eines alten Verbrechens sucht Nordirland heim

Vier Tage lange war er wegen Mordverdachts hart verhört worden. Nun wurde Sinn-Fein-Boss Gerry Adams aus der Haft entlassen. Doch inzwischen tut sich in Nordirland eine gefährliche Kluft auf.

Keine Anklage – vorerst: Gerry Adams vor der Polizeistation in Antrim. (4. Mai 2014)
Keine Anklage – vorerst: Gerry Adams vor der Polizeistation in Antrim. (4. Mai 2014)
Reuters

Gegen Gerry Adams wird fürs Erste keine Anklage erhoben. Der Sinn-Fein-Präsident ist am Abend in Nordirland aus der Haft entlassen worden. Ein Bericht mit den Ergebnissen des Verhörs geht aber an die Belfaster Staats­anwaltschaft, die über eine mögliche Strafverfolgung entscheiden soll.

In den vier Tagen, die Adams in Haft war, hat sich unterdessen eine gefährliche Kluft zwischen Republikanern und Unionisten aufgetan. So beschuldigte der unionistische Regierungschef der Provinz, Peter Robinson, seinen republikanischen Vizeregierungschef Martin McGuinness, die Polizei Nordirlands «erpressen» zu wollen – und zwar «ganz brutal, in Schlägermanier».

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