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Demo legt in Italien Verkehr lahm

Hunderttausende haben am Freitag in Italien mit Streiks und Demonstrationen gegen Sparmassnahmen der Regierung protestiert, was den Verkehr vielerorts lahmlegte.

Betroffen waren der Nahverkehr und die Abfertigung an den Flughäfen sowie Spitäler, Schulen und der Dienst der Feuerwehren. In Rom, Mailand und Turin beteiligten sich nach Medienberichten 60 bis 70 Prozent der Beschäftigten an dem von mehreren Gewerkschaften ausgerufenen Streik.

«Die Situation ist chaotisch», sagten Vertreter der Verkehrspolizei zu den Streikfolgen. Allerdings wurde der Streik im öffentlichen Verkehr zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler zur Arbeit und wieder nach Hause konnten. Im Bahn- und Flugverkehr hatte der Streik kaum Auswirkungen – auch nicht auf die Verbindungen in die Schweiz.

Die Verkehrsprobleme verschärften sich in Rom, Mailand und Turin zusätzlich wegen Demonstrationen gegen die Mitte-rechts-Regierung. Allein in Rom protestierten Zehntausende gegen die geplanten Einschnitte im Bildungswesen und für eine bessere Arbeitsplatzsicherung. Den Organisatoren zufolge sollen sogar rund 300'000 Menschen auf die Strasse gegangen sein.

Die umstrittenen Reformvorschläge des Kabinetts von Ministerpräsident Silvio Berlusconi sehen Milliarden-Einsparungen vor. Diesen könnten unter anderem bis zu 87'000 Lehrstellen und 44'500 Verwaltungsstellen in den Schulen zum Opfer fallen.

Generalstreik am 30. Oktober

Auch die Universitäten sind wegen der beschlossenen Kürzungen in Aufruhr. Gegen die Schulreform waren Schüler und Lehrer schon in den vergangenen Tagen in mehreren Städten auf die Strasse gegangen. Für den 30. Oktober haben die grossen italienischen Gewerkschaften einen Generalstreik und weitere Kundgebungen gegen die Schulreform angekündigt.

Der Streik richtete sich auch gegen die von der Regierung geplanten Einschnitte im Gesundheitswesen. Die Linksgewerkschaften beschuldigten Regierungschef Silvio Berlusconi, das öffentliche Gesundheitssystem zu untergraben, um private Spitäler zu fördern.

SDA/mbr

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