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«Das würde auch das Ende dieser Menschen bedeuten»

Die Flüchtlingshelferin Anna Friedli kritisiert die Polizei bei der Räumung des Camps in Idomeni. Und sie befürchtet, dass das Schicksal der Flüchtlinge in Vergessenheit gerät.

Das Küchenzelt ...
Das Küchenzelt ...
Borderfree Association
... und der Kochherd.
... und der Kochherd.
Borderfree Association
Manche Flüchtlinge sind zu Fuss losmarschiert. Ohne zu wissen, wo sie die nächsten Nächte verbringen werden.
Manche Flüchtlinge sind zu Fuss losmarschiert. Ohne zu wissen, wo sie die nächsten Nächte verbringen werden.
Borderfree Association
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Als Freiwillige der Borderfree Association engagieren Sie sich für Flüchtlinge in Serbien und Griechenland. Sie waren kürzlich in Idomeni, wo die Polizei das Flüchtlingslager in den letzten Tagen geräumt hat. Was meinen Sie dazu? Die Zustände in Idomeni waren katastrophal und unmenschlich. Es hat an allem gefehlt. Alle wussten, dass es eine Lösung für diese verletzlichen Menschen dringendst braucht. Das Vorgehen der griechischen Polizei während der Räumung verurteile ich scharf. Die Menschen wurden «ausgehungert», die Nahrungszufuhr wurde von Tag zu Tag schwieriger. Die Polizeikontrollen und die damit verbundene Willkür hatten sich bereits einige Tage vor der Räumung abgezeichnet. Die Flüchtenden wurden nicht informiert, wohin sie gebracht werden. Sie standen einmal mehr vor einer unerträglichen Ungewissheit. Freiwillige Helfer wurden von einer Stunde auf die andere nicht mehr ins Camp gelassen. Ausserdem wurden Zelte und Materialien der Borderfree Association rücksichtslos vernichtet. Es ist eine Schande. Es hiess kürzlich, die Räumung sei ohne Ausschreitungen und ohne Gewalt verlaufen. Die Menschen wie Vieh zu vertreiben, ist allerdings mindestens so schlimm.

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