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Das «politische Gulasch» liegt ihm schwer im Magen

Tschechiens Premier Petr Necas hat nach einer Bespitzelungs- und Korruptionsaffäre seinen Rücktritt erklärt. Ein Porträt.

Seine Büroleiterin liess über den Chef des Militärgeheimdienstes die Ehefrau beschatten: Noch-Premier Petr Necas.
Seine Büroleiterin liess über den Chef des Militärgeheimdienstes die Ehefrau beschatten: Noch-Premier Petr Necas.
Keystone

Mehrmals schon stand seine Regierung vor dem Scheitern. Mehrmals konnte sie Petr Necas (48) in letzter Sekunde retten. Mit Tricks und Geld. Diesmal gelang dem tschechischen Regierungschef das Kunststück nicht: Gestern am späten Abend hat der konservative Politiker seinen Rücktritt erklärt.

Am Freitag versuchte Necas noch, sich mit einer wütenden Rede im Parlament zu verteidigen: Die Medien würden aus «mehreren Geschichten ein politisches Gulasch machen». Tags darauf liess er seine engsten Vertrauten fallen, um den eigenen Kopf zu retten. Er entschuldigte sich bei Personen, die vom militärischen Geheimdienst beschattet wurden, und distanzierte sich von seiner Büroleiterin Jana Nagyová: Sie könne nicht mehr mit der Rückkehr ins Amt rechnen. Davon kann ohnehin keine Rede sein: Nagyová sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

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