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Das Nazi-Geheiminis des Vatikans – Papst will Archive öffnen

Franziskus geht auf eine seit Jahrzehnte gestellte Forderung ein: Er hat die Öffnung geheimer Vatikan-Archive aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs angekündigt.

Will Zugang zu den Archiven gewähren: Papst Franziskus anlässlich einer Messe in der Nähe von Rom. (3. März 2019)
Will Zugang zu den Archiven gewähren: Papst Franziskus anlässlich einer Messe in der Nähe von Rom. (3. März 2019)
Yara Nardi, Reuters
Pius XII war vom 2. März 1939 bis zu seinem Tode am 9. Oktober 1958. Die Wissenschaft will nachforschen, weshalb sich der Papst nicht vehementer gegen den Massenmord durch die Nazis an den Juden wandte.
Pius XII war vom 2. März 1939 bis zu seinem Tode am 9. Oktober 1958. Die Wissenschaft will nachforschen, weshalb sich der Papst nicht vehementer gegen den Massenmord durch die Nazis an den Juden wandte.
Keystone
Papst Pius XII empfängt den Sondergesandten Myron C. Taylor, der dem Papst einen Brief des US-Präsidenten Roosevelt überreicht.
Papst Pius XII empfängt den Sondergesandten Myron C. Taylor, der dem Papst einen Brief des US-Präsidenten Roosevelt überreicht.
Keystone
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Der Schritt für die Öffnung sei für den 2. März 2020 geplant, sagte Papst Franziskus am Montag im Vatikan. Zahlreiche Wissenschaftler fordern seit Jahren die Öffnung der Archive aus der Zeit des Pontifikats von Pius XII. (1939-1958), um nachforschen zu können, weshalb sich der Papst damals nicht vehementer gegen den Massenmord durch die Nazis an den Juden wandte.

«Die Kirche hat keine Angst vor der Geschichte», sagte Franziskus. Pius XII. habe die katholische Kirche «zu einem der traurigsten und dunkelsten Momente des 20. Jahrhunderts» angeführt. Die «seriöse und objektive historische Forschung» werde ein «gerechtes Licht, mit angemessener Kritik», auf das Agieren seines Vorgängers werfen.

Die Entscheidungen von Pius XII. könnten durch «einige als Zurückhaltung» gedeutet werden, sagte Franziskus weiter. Doch sein Vorgänger habe während des Zweiten Weltkriegs versucht, «die kleine Flamme der humanitären Initiativen, der versteckten aber aktiven Diplomatie», am Brennen zu halten.

(AFP)

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