Zum Hauptinhalt springen

Das Konflikt-Konklave

Die römische Kurie verpasst US-Kardinälen einen Maulkorb, während Geistliche aus den eigenen Reihen die italienischen Medien mit brisantem Insiderwissen beliefern.

Haben noch viel Arbeit vor sich: Kardinäle aus aller Welt treffen sich seit dieser Woche im Vatikan, um die Papstwahl vorzubereiten. (6.3.2013).
Haben noch viel Arbeit vor sich: Kardinäle aus aller Welt treffen sich seit dieser Woche im Vatikan, um die Papstwahl vorzubereiten. (6.3.2013).
Gregorio Borgia, Keystone
Religiöser Ausnahmezustand in Rom: Der tschechische Kardinal Dominik Duka wird von Polizisten eskortiert. (4.3.2013)
Religiöser Ausnahmezustand in Rom: Der tschechische Kardinal Dominik Duka wird von Polizisten eskortiert. (4.3.2013)
Andrew Medichini, Keystone
Verschiedene Kardinäle treffen für eine Sitzung im Vatikan ein. (5.3.2013)
Verschiedene Kardinäle treffen für eine Sitzung im Vatikan ein. (5.3.2013)
Andrew Medichini, Keystone
1 / 3

Der Entscheid wurde an der gestrigen Generalversammlung gefällt: Ab sofort dürfen US-Kardinäle keine Interviews mehr geben, und sie dürfen sich auch nicht – wie bisher üblich – zu parallelen Besprechungen in ihrem Hauptquartier, dem North American College, einer römisch-katholischen Lehranstalt in Rom, treffen. Die Entscheidung wurde laut dem «Vatican Insider» vom Dekan des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, und vom Camerlengo Tarcisio Bertone gefällt. Die beiden Kirchenmänner gaben zu verstehen, dass sie die amerikanischen Kardinäle für die in letzter Zeit an die italienischen Medien zugespielten Insiderinformationen bezüglich der «Vatileaks»-Affäre verantwortlich machen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.