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«Das ist beschämend für die EU»

Dreiste Schlepperbanden, Flüchtlinge in Lebensgefahr: Was gegen die Flüchtlingsmisere getan werden könnte, sagt der frühere ETH-Politologe Jürg Martin Gabriel, der die Migration im Mittelmeer beobachtet.

Fotos einer jungen Frau zeigen die Situation im Schiffsbauch der Blue Sky M: Flüchtlinge liegen auf dem Boden oder sitzen auf Geländern. (25. Dezember 2014)
Fotos einer jungen Frau zeigen die Situation im Schiffsbauch der Blue Sky M: Flüchtlinge liegen auf dem Boden oder sitzen auf Geländern. (25. Dezember 2014)
AFP
Die Fotografin ist im siebten Monat schwanger und reiste mit ihren Eltern und Geschwistern nach Europa: Junger Mann hockt auf dem Boden des Schiffs. (25. Dezember 2014)
Die Fotografin ist im siebten Monat schwanger und reiste mit ihren Eltern und Geschwistern nach Europa: Junger Mann hockt auf dem Boden des Schiffs. (25. Dezember 2014)
AFP
Ein Flüchtlingsdrama konnte verhindert werden: Eine Mutter mit ihrem Kind wird an Land gebracht. (31. Dezember 2014)
Ein Flüchtlingsdrama konnte verhindert werden: Eine Mutter mit ihrem Kind wird an Land gebracht. (31. Dezember 2014)
AP Photo/ Ivan Tortorella, Keystone
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Schlepperbanden haben im Mittelmeer Flüchtlinge auf führungslosen Frachtern ihrem Schicksal überlassen. Werden sich solche Fälle häufen? Auf den beiden Frachtern, die die italienische Küstenwache in den letzten Tagen entdeckte, befanden sich fast ausschliesslich Flüchtlinge aus Syrien. Mindestens eines der beiden Schiffe kam aus der Türkei. Das sind die neuen Aspekte im Zusammenhang mit diesen Geisterschiffen. Möglicherweise handelt es sich tatsächlich um eine neue Route für Flüchtlinge aus Syrien: Sie versuchen, über die Türkei nach Italien zu gelangen. Es ist nachvollziehbar, dass im Winter, wenn das Meer unruhiger ist als im Sommer, Frachter benutzt werden und nicht kleine Boote. Diese neue Tendenz der Flüchtlingsströme muss aber innerhalb der Gesamtsituation im zentralen Mittelmeer angeschaut werden.

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