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Das grösste Anti-U-Boot-Manöver der Geschichte

Ungeachtet neuer Drohgebärden Nordkoreas haben die südkoreanischen Streitkräfte am Donnerstag ein neues Manöver zur U-Boot-Abwehr begonnen.

Ein südkoreanisches und amerikanisches Kriegsschiff beim Manöver.
Ein südkoreanisches und amerikanisches Kriegsschiff beim Manöver.
Keystone

Das fünftägige Manöver der südkoreanischen Marine gilt als Demonstration militärischer Stärke gegenüber Nordkorea. Nach Angaben des Generalstabs nehmen an den neuen Übungen im Gelben Meer etwa 4500 Soldaten, mehr als 20 Militärschiffe und U-Boote sowie rund 50 Flugzeuge teil. Teil des Manövers sollen auch Schiessübungen in Gebieten nahe der innerkoreanischen Seegrenze sein, wo im März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt wurde.

Das Manöver sei die grösste Anti-U-Boot-Übung in der Geschichte Südkoreas, sagte ein Sprecher des Generalstabs. Gegenüber Nordkorea liess Südkorea verlauten, es werde keine Provokationen während der fünftägigen Übung dulden.

Nordkorea droht

Das Nachbarland reagierte erneut mit scharfer Rhetorik und kritisierte die Übungen als Provokation. Es unterstellte Südkorea, einen Angriff vorzubereiten. Doch wenn Südkorea es wage, «einen Brand zu legen», werde dies «gnadenlos» vergolten, hiess es in einer Erklärung der Führung in Pyongyang. Am Vortag hatte Nordkoreas Militär wegen des neuen Seemanövers einen «starken physischen Gegenschlag» angedroht.

Die USA und Südkorea hatten als Reaktion auf den Schiffsuntergang im März eine Reihe gemeinsamer Manöver angekündigt. Sie sollen auch eine Warnung an das kommunistische Regime in Pyongyang sein, dass es weitere provokative Handlungen unterlassen soll.

Der Untergang der «Cheonan»

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit dem Untergang der Korvette «Cheonan» deutlich verschärft. Bei dem Zwischenfall wurden 46 Seeleute getötet. Südkorea macht Nordkorea dafür verantwortlich. Nach Angaben eines internationalen Ermittlerteams sank die «Cheonan» nach einem Torpedo-Angriff durch ein nordkoreanisches U-Boot. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung.

SDA/jak

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