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Chodorkowski spricht sich für Sotchi aus

Ein allfälliger Olympia-Boykott wird in westlichen Ländern zurzeit heftig diskutiert. Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski ermuntert nun überraschend zu einer Teilnahme.

Wird erst einmal zur Ruhe kommen müssen: Der Ex-Oligarch steht den Medien Rede und Antwort.
Wird erst einmal zur Ruhe kommen müssen: Der Ex-Oligarch steht den Medien Rede und Antwort.
AP Photo/Michael Sohn
Auf der Medienkonferenz: Michail Chodorkowski in Berlin.
Auf der Medienkonferenz: Michail Chodorkowski in Berlin.
Reuters
Nach wenigen Monaten hätten Chodorkowski und Lebedew das Gefängnis verlassen können. Doch sie wurden zu einem zweiten Prozess bestellt – und am 27. Dezember 2010 erneut verurteilt.
Nach wenigen Monaten hätten Chodorkowski und Lebedew das Gefängnis verlassen können. Doch sie wurden zu einem zweiten Prozess bestellt – und am 27. Dezember 2010 erneut verurteilt.
PD
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Der begnadigte Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski hat sich gegen einen Boykott der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi im Februar ausgesprochen. Die Winterspiele seien ein «Fest des Sportes, ein Fest für viele Millionen Menschen», sagte Chodorkowski heute bei einer Pressekonferenz in Berlin. «Man sollte dieses Fest nicht verderben, man sollte es auch nicht gerade zu einem persönlichen Fest für Präsident (Wladimir) Putin machen», sagt der 50-Jährige mit Blick auf Kritik an der Menschenrechtslage in Russland.

Chodorkowski war als ehemaliger Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos 2003 festgenommen und zwei Jahre später wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den früheren Ölmagnaten am Freitag nach mehr als zehn Jahren Lagerhaft begnadigt. Chodorkowski wurde umgehend aus dem Gefängnis entlassen und reiste überraschend nach Berlin, wo er vom ehemaligen Bundesaussenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) empfangen wurde.

AFP/mrs

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