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«Bürger müssen Auffälligkeiten melden»

Der deutsche Sicherheitsexperte Rolf Tophoven warnt angesichts der Vorfälle der letzten Tage vor Panik. Dennoch sei Wachsamkeit angebracht.

Man solle nicht alle Gewaltexzesse dieser Tage in den gleichen Topf werfen, mahnt Rolf Tophoven: Trauernde vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München, wo am Freitag Schüsse fielen. (24. Juli 2016)
Man solle nicht alle Gewaltexzesse dieser Tage in den gleichen Topf werfen, mahnt Rolf Tophoven: Trauernde vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München, wo am Freitag Schüsse fielen. (24. Juli 2016)
Arnd Wiegmann, Reuters

Würzburg, München, Reutlingen und jetzt Ansbach: Hat recht, wer nach den Meldungen der letzten Tage den Eindruck hat, die Gewalt nehme kein Ende?

Wir sollten nicht in Hysterie und Panik verfallen. Es ist leider so, dass sich Einzelne von den terroristischen Taten des Islamischen Staates inspirieren lassen. Das ist die Theorie vom einsamen Wolf; in den offenen westlichen Gesellschaften lässt sich dies nicht verhindern. Doch wir müssen klar unterscheiden zwischen Terror und Amok: Die Beil-Attacke in Würzburg war eindeutig islamistisch inspiriert, der Amoklauf in München hatte damit nichts zu tun. Beim Machetenangriff in Reutlingen gibt es ebenfalls keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund, und bei Ansbach weiss man es noch nicht. Wir sollten nicht alle in den gleichen Topf werfen.

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