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Brüssel im Gasstreit gescheitert

EU-Energiekommissar Günther Oettinger ist mit seiner Vermittlung zwischen Moskau und Kiew vorerst aufgelaufen.

Keine Lieferung mehr in die Ukraine: Arbeiten an Gazprom-Pipeline. Foto: Bloomberg
Keine Lieferung mehr in die Ukraine: Arbeiten an Gazprom-Pipeline. Foto: Bloomberg

Diesmal ist Sommer, und zudem sind die Gasspeicher gut gefüllt. In Brüssel reagierte man gestern demonstrativ gelassen auf die Nachricht, dass Russland der Ukraine vorerst kein Gas mehr liefert. Dabei war in den Stunden zuvor EU-Energiekommissar Günther Oettinger mit seinem jüngsten Versuch gescheitert, im Gasstreit zwischen Moskau und Kiew zu vermitteln. Die Versorgung sei normal, in Europa drohten keine Engpässe, beruhigte Oettingers Sprecherin. Russland habe auch das Frühwarnsystem gar nicht aktiviert. Das rote Telefon war nach dem Gasstreit von 2009 eingerichtet worden, als Moskau damals in der kalten Jahreszeit wegen unbezahlter Rechnungen die Lieferungen an die Ukraine einstellte. Diese zweigte als wichtigstes Transitland Gas ab, das eigentlich für die EU-Staaten bestimmt war.

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