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Britische Muslime wollen gegen islamistischen Terror vorgehen

Für Muslime in Grossbritannien ist IS-Terror mit dem Koran unvereinbar. Mit dieser Haltung unterstützen sie eine 900 Seiten lange Anti-Terror-Schrift aus Pakistan.

Gemeinsam gegen den Terror: Teilnehmer der Veranstaltung mit dem Geistlichen Muhammad Tahier-ul-Qadri aus Pakistan am 23. Juni in London.
Gemeinsam gegen den Terror: Teilnehmer der Veranstaltung mit dem Geistlichen Muhammad Tahier-ul-Qadri aus Pakistan am 23. Juni in London.
Matt Dunham

Ein muslimischer Geistlicher aus Pakistan hat in London zum Kampf gegen islamistischen Terror aufgerufen. Muhammad Tahier-ul-Qadri nannte die «Brutalität, Kriminalität und Gewalt» der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) am Dienstag unvereinbar mit dem Koran.

Der Geistliche stellte in London eine 900 Seiten lange Schrift gegen Radikalisierung und Terrorismus vor. Hunderte Imame, islamische Gemeinden und muslimische Organisationen unterstützen die Schrift, wie die Veranstalter mitteilten.

Es sei Aufgabe der gesamten Menschheit, den Terrorismus zu bekämpfen, sagte Qadri. Vor allem müsse die Anwerbung neuer Unterstützer durch den IS unterbunden werden. Er forderte muslimische Gemeinden, Schulen, Universitäten, Eltern und auch die Regierung auf, zusammenzuarbeiten und potenziell für Extremismus empfängliche Briten aufzuklären.

Für den interreligiösen Dialog

Ausser Qadri sprachen auch Parlamentsabgeordnete, Vertreter der Armee und des Islamic College London. Eingeladen hatte die Organisation Minhaj-ul-Quran International, die sich nach eigenen Angaben unter anderem gegen Extremismus und für interreligiösen Dialog einsetzt.

Immer wieder folgen Europäer den IS-Aufrufen. In Grossbritannien machten zuletzt drei Schwestern Schlagzeilen, die sich mit neun Kindern auf den Weg nach Syrien gemacht hatten. Premierminister David Cameron warnte jüngst davor, dass Menschen in Grossbritannien die IS-Ideologie «lautlos billigen» würden.

SDA/kko

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