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Brandsätze auf Synagoge – Hakenkreuze an der Wand

Drei Männer haben laut Polizei einen Anschlag auf eine Synagoge im deutschen Wuppertal verübt. Und auch die italienische Polizei ermittelt wegen Antisemitismus.

Ein Tatverdächtiger wurde bereits festgenommen: Polizisten vor der angegriffenen Synagoge im deutschen Wuppertal. (29. Juli 2014)
Ein Tatverdächtiger wurde bereits festgenommen: Polizisten vor der angegriffenen Synagoge im deutschen Wuppertal. (29. Juli 2014)
AFP

In Deutschland und in Italien ist es zu antijüdischen Aktionen gekommen. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit der seit gut zwei Wochen andauernden israelischen Militäroffensive im palästinensischen Gazastreifen gegen Raketenangriffe der Hamas.

In Wuppertal im Westen Deutschlands schleuderten drei Männer in der Nacht mehrere Molotowcocktails auf eine Synagoge. Sie hätten die Brandsätze auf den Eingang des Gebäudes in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) geworfen und seien dann geflüchtet, teilte die Polizei mit. Ein 18 Jahre alter Tatverdächtiger sei in der Nähe festgenommen worden, die beiden anderen konnten entkommen. Laut Polizei wurde niemand verletzt.

Vier Männer im Visier

Auch die Alte Synagoge in Essen – heute ein städtisches Kulturinstitut – war nach Angaben der nordrhein-westfälischen Polizei schon Ziel geplanter Aktionen.

Vor einer Demonstration gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen vor rund zwei Wochen waren in Essen 14 Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Polizei hatte sie in Verdacht, die Kundgebung zu einer Aktion gegen die Alte Synagoge nutzen zu wollen. Wenige Tage später nahm die Polizei vier Männer ins Visier, die über Facebook mit einer Aktion gegen das Gebäude gedroht hatten.

Hakenkreuze an jüdischen Geschäften

Die italienische Polizei und der Staatsschutz ermitteln gegen Personen, die Drohungen, antisemitische Parolen und Hakenkreuzen an Dutzende jüdische Geschäfte in Rom gesprüht haben. Wie die römische Zeitung «La Repubblica» berichtete, suchten die Beamten im Umfeld der extremen Rechten wie der extremen Linken nach den Tätern.

Einige Schmierereien zeigten, dass die gestern bemerkten Spray-Aktionen klar vor dem Hintergrund der israelischen Offensive im Gazastreifen stünden. Bürgermeister Ignazio Marino verurteilte die Hassparolen. Den Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Riccardo Pacifici, erinnerten sie an Naziaktionen gegen jüdische Geschäfte 1933 in Deutschland.

SDA/ajk

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