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«Bin sehr unzufrieden mit den Wahlen»

Das Ergebnis für ihre Partei CDU bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern hat Angela Merkel vom G-20-Gipfel in China aus verfolgen müssen. Nun hat sich die Kanzlerin dazu geäussert.

Verheerendes Wahlergebnis für ihre CDU: Angela Merkel bezieht anlässlich des G-20-Gipfels in China Stellung.

Auf einer Pressekonferenz am Rande des G20-Gipfels in China hat sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu den Landtags­wahlen in Mecklenburg-Vorpommern geäussert. Dabei hat sie mit einer Regel gebrochen: Zum ersten Mal spricht sie aus dem Ausland über Innenpolitik.

Mitverantwortung für Landtagswahlergebnis

«Ich bin sehr unzufrieden mit dem Ausgang der Wahlen», sagte Merkel. «Es ging fast ausschliesslich um bundespolitische Themen, die alles andere überlagert haben – besonders die Flüchtlingspolitik», sagte sie im chinesischen Hangzhou. Daher habe die Landes-CDU die Früchte ihrer guten Arbeit «leider nicht ernten» können.

Als Bundeskanzlerin und Parteichefin «bin ich natürlich auch verantwortlich», sagte Merkel dazu weiter. Eine inhaltliche Kurskorrektur lehnte sie aber ab: «Ich halte die grundlegenden Entscheidungen, so wie wir sie getroffen haben, für richtig.»

«Vertrauen zurückgewinnen»

Allerdings müsse es jetzt ein Nachdenken geben, wie die CDU Vertrauen zurückgewinnen könne. Ihre Kanzlerkandidatur im kommenden Jahr wollte Merkel abermals nicht kommentieren.

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hatte eine Partei vom rechten Rand mehr Wähler angezogen als die Volkspartei CDU. Bei den Landtags­wahlen in Mecklenburg-Vorpommern erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) auf Anhieb über 21 Prozent der Stimmen, während die CDU auf 19 Prozent zurückfiel.

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