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Bei den Regionalwahlen setzte es eine Ohrfeige für Berlusconi ab

Erschütterung in Berlusconis Hochburg Mailand: Die amtierende Bürgermeisterin Letizia Moratti muss in einen zweiten Wahlgang. Die Linken haben bei den Kommunalwahlen wichtige Städte «erobert».

Die Opposition ruft das Ende der Ära Berlusconi aus: Der angeschlagene italienische Premierminister verlässt die Wahlkabine in Mailand. (15. Mai 2011)
Die Opposition ruft das Ende der Ära Berlusconi aus: Der angeschlagene italienische Premierminister verlässt die Wahlkabine in Mailand. (15. Mai 2011)
Keystone

Bei den Lokalwahlen in Italien konnte die oppositionelle Mitte-links-Allianz unter anderem die Mehrheit in Turin und in Bologna gewinnen. In Berlusconis Heimatstadt Mailand schaffte Bürgermeisterin und Mitte-rechts-Kandidatin Letizia Moratti die Wiederwahl beim ersten Wahlgang nicht. Sie musste sich mit 41,6 Prozent der Stimmen auf Platz zwei hinter ihrem Herausforderer aus dem Oppositionslager, Ex-Justizminister Giuliano Pisapia, begnügen.

Pisapia kam laut endgültigen Wahlergebnissen auf 48 Prozent der Stimmen. Für einen Sieg im ersten Durchgang wäre eine Mehrheit von 50 Prozent erforderlich gewesen. Bei der nächsten Runde in zwei Wochen hat Pisapia nun alle Chance auf einen historischen Sieg in der lombardischen Hauptstadt, die seit fast 20 Jahren von Berlusconis Lager dominiert wird.

Bersani: Ende der Ära Berlusconi

Nach einer langen Durststrecke spürt die italienische Opposition wieder Rückenwind. «Wir werden bei den Stichwahlen Mailand erobern. Das wird die Krise der Regierung Berlusconi bis zum Bruch verschärfen. In Italien beginnt jetzt eine neue politische Phase», prophezeite Oppositionschef Pierluigi Bersani.

Ein Trost ist für Berlusconi die Stadt Neapel, wo nach zehn Jahren Mitte-links-Bürgermeisterin Rosa Russa Jervolino abgelöst wird. Berlusconis Kandidat Gianni Lettieri eroberte 38,5 Prozent der Stimmen.

Luigi De Magistris von der Oppositionspartei «Italien der Werte» schnitt mit 27,4 Prozent der Stimmen besser als der Mitte-links-Anwärter Mario Morcone ab, der sich mit 19,4 Prozent begnügen muss. Auch in Neapel wird es in zwei Wochen zu einer Stichwahl kommen.

SDA/rub

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