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Bahnstreik in Frankreich eskaliert

Mit Tränengas und Schlagstöcken ging die Polizei in Paris gegen wütende Arbeiter vor. Der Bahnstreik in ganz Frankreich dauert bereits eine Woche.

Bedrohliche Szenen: Streikende Arbeiter werfen Petarden in der Bahnstation Paris Montparnasse. (17. Juni 2014)
Bedrohliche Szenen: Streikende Arbeiter werfen Petarden in der Bahnstation Paris Montparnasse. (17. Juni 2014)
Samba, AFP
Nach einer Woche ist der Streik eskaliert: Polizisten in Paris vor der Kulisse des Eiffelturms. (17. Juni 2014)
Nach einer Woche ist der Streik eskaliert: Polizisten in Paris vor der Kulisse des Eiffelturms. (17. Juni 2014)
Christian Hartmann, Reuters
Die Gewerkschaften protestieren gegen eine geplante Bahnreform: eine Frau auf dem verwaisten Perron im Bahnhof Gare de Lyon in Paris. (15. Juni 2014)
Die Gewerkschaften protestieren gegen eine geplante Bahnreform: eine Frau auf dem verwaisten Perron im Bahnhof Gare de Lyon in Paris. (15. Juni 2014)
Christian Hartmann, Reuters
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Nach einer Woche Bahnstreik in Frankreich ist es in Paris zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und protestierenden Arbeitern gekommen. Mehrere Hundert Menschen versuchten, sich einen Weg zum Parlament zu bahnen, sie schossen Leuchtraketen ab und warfen Flaschen. Polizisten gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen sie vor. Daraufhin marschierten Demonstranten auf Gleisen am Bahnhof Montparnasse. In Lille wurde kurzzeitig das Rathaus besetzt.

Der seit Mittwoch voriger Woche anhaltende Streik hatte die schlimmsten Behinderungen des Bahnverkehrs seit Jahren verursacht. Hintergrund ist ein geplantes Gesetz zur Öffnung des Schienenverkehrs für den Wettbewerb, das am Dienstag im Parlament zur Debatte stand. Die Arbeiter befürchten Stellenstreichungen und Einschnitte bei Bahnverbindungen. Die Regierung argumentiert hingegen, die Reform sei nötig, um die Liberalisierung des europäischen Bahnverkehrs vorzubereiten.

Zwei Umfragen legen nahe, dass Bahnreisende wenig Sympathie für die Anliegen der Beschäftigten hegen. Auch die sozialistische Regierung kritisiert die streikenden Gewerkschaften. Premierminister Manuel Valls verurteilte am Dienstag die Gewalt als inakzeptabel und verteidigte das Reformgesetz. Tags zuvor hatte er den Streik bereits als sinnlos und unverantwortlich bezeichnet.

AP/thu

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