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Aus Hannibals Hölle gerettet

Das Kindermädchen Shweyga Mullah, 30, wurde in ein Spital in Malta gebracht. Dort berichtete sie von schweren Misshandlungen durch die Ehefrau von Hannibal Ghadhafi.

Das Kindermädchen Shwejga Mullah, welches von Hannibal Ghadhafi und seiner Frau Aline Skaff mit heissem Wasser verbrüht wurde, ist in Malta gelandet. (15. September 2011)
Das Kindermädchen Shwejga Mullah, welches von Hannibal Ghadhafi und seiner Frau Aline Skaff mit heissem Wasser verbrüht wurde, ist in Malta gelandet. (15. September 2011)
Reuters
Ein Pfleger hilft der 30-Jährigen aus dem von der maltesischen Regierung gechartert Flugzeug ... (15. September 2011)
Ein Pfleger hilft der 30-Jährigen aus dem von der maltesischen Regierung gechartert Flugzeug ... (15. September 2011)
Reuters
Hannibal Ghadhafi, der älteste Sohn von Muammar al-Ghadhafi. (1. März 2010)
Hannibal Ghadhafi, der älteste Sohn von Muammar al-Ghadhafi. (1. März 2010)
Keystone
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Shweyga Mullah sei von der neuen Regierung aus Libyen zur Behandlung ihrer schweren Verbrennungen am Donnerstag in eine Spezialklinik gebracht worden, hiess es aus maltesischen Regierungskreisen.

Die 30-jährige Äthiopierin hatte vor zwei Wochen in Tripolis gesagt, sie sei wiederholt von Hannibal Ghadhafis Ehefrau Aline Skaf geschlagen und zweimal mit kochendem Wasser überschüttet worden. Sie hatte sich nach eigenen Angaben geweigert, eines der Kleinkinder zu schlagen, weil es nicht aufhörte zu schreien.

Wachen hielten sie gefangen

Wegen der vielen Wachen haben sie aber nicht aus dem Haus des Sohnes des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi fliehen können. Noch drei Monate nach den Verbrennungen klage sie über grosse Schmerzen, berichtete der TV-Sender CNN. Das heisse Wasser hatte Teile von Kopf und Körper verbrannt.

Das Kindermädchen war allein in der Villa des Ghadhafi-Sohnes aufgefunden worden. Hannibal und dessen Ehefrau Aline hatten sich zuvor mit den Kindern nach Algerien abgesetzt. Sie waren gemeinsam mit der zweiten Ehefrau des untergetauchten Diktators sowie dessen Tochter Aischa und Sohn Mohammed geflüchtet.

Gefesselt und geknebelt

Misshandlungen seien in der Familie Hannibals an der Tagesordnung gewesen, sagte ein anderes ehemaliges Kindermädchen CNN. Sie sei beispielsweise gefesselt und geknebelt worden.

Hannibal und seine Frau waren 2008 in einem Hotel in Genf unter dem Vorwurf vorübergehend festgenommen worden, ihr Hauspersonal misshandelt zu haben. Der Vorfall sorgte für eine schwere diplomatische Krise zwischen der Schweiz und Libyen.

SDA/dip

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