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Auf der Kippe – Putin schaltet sich in Atomgespräche ein

Um Mitternacht enden die Gespräche über das iranische Atomprogramm. Jetzt könnte ausgerechnet der russische Präsident Teheran überzeugen.

Will mit Irans Präsident Ruhani telefonieren: Wladimir Putin. (19. November 2014) (
Will mit Irans Präsident Ruhani telefonieren: Wladimir Putin. (19. November 2014) (
AP Photo

Die USA und der Iran haben bei ihren Verhandlungen für ein endgültiges Atomabkommen kurz Ende der Frist Fortschritte gemacht. Allerdings müssten die Verhandlungen im Dezember wieder aufgenommen werden, sagten westliche Diplomaten. Über den Ort müsse noch entschieden werden.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Gespräche zweigleisig fortgesetzt worden seien: Zum einen werde weiter daran gearbeitet, die Differenzen zu beseitigen. Zum anderen gehe es darum, bis wann die Gespräche nach dem Fristende um Mitternacht verlängert werden sollten.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin will sich indirekt in die Verhandlungen einschalten. Er plant nach Angaben der Agentur Itar-Tass ein Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani.

(Video: Reuters)

Nukleare Aktivitäten einschränken

Der Iran und die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien sowie Deutschland hatten vor einem Jahr ein vorübergehendes Abkommen über eine Einschränkung der iranischen Atomaktivitäten geschlossen. Damals hatten sich beide Seiten vorgenommen, binnen eines halben Jahres einen Folgevertrag zu schliessen. Doch wurde die Frist bereits einmal bis zum 24. November verlängert.

Vom Iran wird gefordert, seine nuklearen Aktivitäten so einzuschränken, dass der Bau von Atomwaffen nicht möglich ist. Im Gegenzug wollen dieVerhandlungspartner die Wirtschaftssanktionen aufheben. Der Iran besteht darauf, die Atomenergie nur für friedliche Zwecke zu nutzen. Er will sein Programm nicht so stark reduzieren wie gefordert.

sda/AP/ajk

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