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Amnesty kritisiert deutsche Abschiebepolitik für Roma

Für Amnesty International verstösst die deutsche Praxis bei Abschiebungen von Roma gegen das europäische Asylrecht. Vor allem Kinder würden unter den Ausweisungen leiden.

Keine Schulbildung: Roma-Kinder spielen vor ihrem Haus.
Keine Schulbildung: Roma-Kinder spielen vor ihrem Haus.
Keystone

Amnesty International kritisiert die deutsche Politik bei der Abschiebung von Roma als Verstoss gegen das europäische Asylrecht. Die Hälfte der 10'000 von der Abschiebung in den Kosovo bedrohten Roma seien Kinder, denen in dem südosteuropäischen Land elementare Menschenrechtsverletzungen drohten, sagte die deutsche Amnesty-Generalsekretärin Monika Lüke der Zeitung «Augsburger Allgemeine».

Roma-Kinder «können im Kosovo in der Regel nicht zur Schule gehen, weil sie dort nicht registriert sind», sagte Lüke. «Den Roma-Kindern wird dort also das Recht auf Bildung verwehrt, ein elementares Menschenrecht», fügte Lüke hinzu. «In solchen Situationen verlangt das europäische Asylrecht, dass Menschen nicht zurückgeschoben werden. «

Lüke forderte die Bundesländer auf, sich ein Beispiel an Nordrhein-Westfalen zu nehmen, das derzeit keine Roma abschiebe. «Wir appellieren an die Innenministerkonferenz, auf ihrer Sitzung im November zu beschliessen, dass nicht mehr in Staaten abgeschoben wird, in denen Menschenrechtsverletzungen drohen», sagte die deutsche Amnesty-Generalsekretärin.

dapd/pbe

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