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Am Ende wird Merkel nicht Nein sagen

Die deutsche Kanzlerin will bis zur letzten Minute über den Kompromiss mit Athen verhandeln.

Die deutsche Kanzlerin ist nicht einzige Entscheidungsträgerin, aber sie hat viel Einfluss: Angela Merkel (links) neben Christine Lagarde (IWF), EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi. (22. Juni 2015) Foto: Keystone
Die deutsche Kanzlerin ist nicht einzige Entscheidungsträgerin, aber sie hat viel Einfluss: Angela Merkel (links) neben Christine Lagarde (IWF), EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi. (22. Juni 2015) Foto: Keystone

Bloss kein griechisches Drama aufführen – das ist die Einstellung der deutschen Bundeskanzlerin. Während andere im Eurogipfel am Montagabend bereits das grosse Finale sahen, formulierte Angela Merkel einige Stunden vorher wieder einen ihrer unaufgeregten Sätze: «Es gibt ja in dieser Woche auch noch viele Tage Zeit, um gegebenenfalls Entscheidungen zu treffen.» Nur noch eine Woche bis zum Staatsbankrott in Athen? Ach was. Bis zum 30. Juni werden knapp 200 Stunden vergehen, in denen sich viele Probleme lösen lassen. Und komplizierte Angelegenheiten zu bewältigen, ist Merkels liebste Tätigkeit. So etwas spornt sie an, das betrachtet sie als ihre eigentliche Aufgabe. Zuletzt sagte sie: «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.»

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