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«Alfano versteht das Problem nicht»

Nach dem Unglück von Lampedusa verlangt Italien Hilfe von der EU. Dass diese nicht mehr zur Rettung von Menschenleben unternehme, sei aber gerade auch Italiens Schuld, sagt die EU-Abgeordnete Ska Keller.

Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Keystone
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
AP/Polizei
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
AFP
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Frau Keller, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie die Nachricht vom jüngsten Unglück vor Lampedusa hörten?

Am Anfang war da vor allem tiefe Betroffenheit – wie kann so etwas nur passieren? Ich glaube aber, dass wir über die Betroffenheit hinausgehen müssen. Es ist ja nicht so, dass niemand ein derartiges Unglück voraussehen konnte. Diese Katastrophen ereignen sich schon seit Jahren. Monatlich, wöchentlich oder gar täglich sterben Menschen auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer.

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