Queen äussert sich zum Brexit – indirekt, aber überraschend

In ihren fast sieben Jahrzehnten Regentschaft hat die britische Monarchin es stets vermieden, sich politisch zu äussern.

Queen Elizabeth II anlässlich der Parlamentseröffnung im Juni 2017 in London.

Queen Elizabeth II anlässlich der Parlamentseröffnung im Juni 2017 in London.

(Bild: AFP Carl Court)

Offenbar mit Blick auf den Streit um den EU-Ausstieg hat die britische Königin Elizabeth II. die Briten zur «Suche nach Gemeinsamkeiten» aufgerufen. Jede Generation sehe sich «neuen Herausforderungen und Gelegenheiten» gegenüber, sagte die Queen am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Ostengland. Sie ziehe dabei die «erprobten Rezepte» vor – wie etwa «den Respekt für unterschiedliche Sichtweisen und die Suche nach Gemeinsamkeiten».

Die Menschen dürften «das grosse Ganze nie aus dem Blick verlieren», sagte die 92-jährige Regentin. Diese Herangehensweisen seien «zeitlos, und ich empfehle sie jedem».

Die Äusserungen der Königin wurden in Grossbritannien als Anspielung auf den Zwist um den Brexit aufgefasst. Das britische Unterhaus hatte vergangene Woche gegen den zwischen London und der EU ausgehandelten Austrittsvertrag gestimmt. Damit stieg die Gefahr für einen «harten Brexit» ohne vertragliche Grundlage.

Die Mitglieder des britischen Königshauses und besonders die Queen als Staatsoberhaupt halten sich im Allgemeinen aus der Politik heraus.

nag/AFP

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