Nach Hassrede: Anklage gegen Wilders

Dem rechtspopulistischen Abgeordneten Geert Wilders droht in Holland ein Prozess wegen mutmasslicher Volksverhetzung gegen Marokkaner. Es geht um Sprechchöre seiner Anhänger.

Er spreche aus, «was Millionen von Menschen denken und glauben»: Geert Wilders.

Er spreche aus, «was Millionen von Menschen denken und glauben»: Geert Wilders.

(Bild: Keystone)

Die niederländische Staatsanwaltschaft teilte am Donnerstag mit, sie werde Anklage gegen ihn erheben. Bei den Vorwürfen geht es um Äusserungen auf einer Wahlkampfveranstaltung im März. Dabei hatte Wilders seine Anhänger gefragt, ob sie mehr oder weniger Marokkaner im Land wollten. Als Antwort skandierten diese: «Weniger, weniger, weniger».

Die Staatsanwaltschaft hatte nach diesem Vorfall mehr als 6400 Beschwerden gegen Wilders erhalten. Der Abgeordnete wurde bereits einmal wegen mutmasslicher Hetze gegen Migranten und Muslime vor Gericht gestellt, 2011 aber freigesprochen.

In einer schriftlichen Erklärung betonte Wilders, er spreche aus, «was Millionen von Menschen denken und glauben». Die Behörden sollten eher Jihadisten strafrechtlich verfolgen als ihn, fügte er hinzu.

sda

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