May: Noch ein Referendum würde Land weiter spalten

Ein zweites Brexit-Referendum würde der britischen Politik nach Worten der Premierministerin «irreparablen Schaden» zufügen.

Theresa May sieht schwarz im Falle eines zweiten Referendums: Die Premierministerin auf dem Weg zur Medienkonferenz nach dem EU-Gipfel vergangene Woche. (14. Dezember 2018)

Theresa May sieht schwarz im Falle eines zweiten Referendums: Die Premierministerin auf dem Weg zur Medienkonferenz nach dem EU-Gipfel vergangene Woche. (14. Dezember 2018)

(Bild: Keystone Olivier Hoslet)

In vorab veröffentlichten Auszügen einer Rede, die Theresa May am Montag im britischen Parlament halten will, sagt sie: «Lassen Sie uns den Briten gegenüber nicht Wort brechen, indem wir versuchen, ein weiteres Referendum abzuhalten.» Eine solche zweite Volksabstimmung würde «der Integrität unserer Politik irreparablen Schaden» zufügen, heisst es dem Redetext der britischen Premierministerin.

Ein zweites Referendum über einen Austritt Grossbritanniens aus der EU würde das Land zudem nicht weiterbringen. Es würde vielmehr das Land «in genau dem Moment, in dem wir daran arbeiten sollten, es zu vereinen, weiter spalten».

Die Briten hatten sich 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. May versucht nun, das Parlament in London von einem mit Brüssel ausgehandelten Austrittsabkommen zu überzeugen. In dem Brexit-Chaos in Grossbritannien werden immer wieder Forderungen nach einem neuen Referendum laut.

roy/AFP

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