Gelbwesten wieder auf der Strasse

Kurz vor Weihnachten haben nochmals Zehntausende protestiert. Auch zu Festnahmen ist es gekommen.

Auf den Champs-Élysées blieb es weitgehend ruhig: Polizisten sind auf der Prachtstrasse in Bereitschaft. (22. Dezember 2018)

Auf den Champs-Élysées blieb es weitgehend ruhig: Polizisten sind auf der Prachtstrasse in Bereitschaft. (22. Dezember 2018)

(Bild: Keystone Kamil Zihnioglu/AP)

Be Protesten der «Gelbwesten» sind in Frankreich wieder Zehntausende auf die Strasse gegangen. Es hätten sich aber weniger Menschen beteiligt als an den vergangenen Wochenenden, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Samstag.

Allein in der Hauptstadt seien über 100 Menschen festgenommen worden, unter ihnen auch einer der Wortführer der Bewegung, Éric Drouet. Auf der Prachtstrasse Champs-Élysées, wo es in den vergangenen Wochenenden immer wieder zu Ausschreitungen gekommen war, sei es jedoch weitgehend ruhig geblieben. Zusammen seien in Paris nur rund 2000 Menschen auf die Strasse gegangen, berichteten französische Medien.

36-Jähriger starb

Ausserhalb der Hauptstadt hätten in den Regionen bis zu 40'000 Menschen protestiert, teilten Polizeikreise der Nachrichtenagentur DPA mit. Über 50 Menschen seien ausserhalb von Paris festgenommen worden.

An einer Autobahn-Mautstelle südlich von Perpignan unweit der Grenze zu Spanien kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, wie Franceinfo berichtete. In Perpignan sei ein 36 Jahre alter Autofahrer bereits am Freitagabend tödlich verunglückt. Er war auf einen Lastwagen gefahren, der an einer Strassensperre der «Gelbwesten» stand.

Sozialpaket beschlossen

Am zurückliegenden Wochenende hatten noch rund 66'000 Menschen im ganzen Land protestiert. Die Mitte-Regierung beschloss vor wenigen Tagen ein milliardenschweres Sozialpaket, um den Konflikt zu entschärfen.

Seit Mitte November protestieren die «Gelbwesten» gegen die Reformpolitik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron - in der Hauptstadt Paris war es wiederholt zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

roy

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