«Ein wuchtiger, explosionsartiger Druckabfall»

Die Ermittlung zur Absturzursache von MH 17 ist in vollem Gang: Die Blackbox-Daten sprechen offenbar für den Abschuss mit einer Boden-Luft-Rakete.

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Die Resultate des MH-17-Flugschreibers wurden noch nicht offiziell bekannt gegeben. Ein an der Untersuchung beteiligter Flugsicherheitsexperte äusserte sich allerdings bereits gegenüber dem Sender CBS News: «Die Ergebnisse entsprechen einem wuchtigen, explosionsartigen Druckabfall.» Dies lasse auf einen Abschuss von einer Boden-Luft-Rakete schliessen, sagt der Experte. Die Daten würden widerspiegeln, was passiert, wenn der Rumpf des Flugzeugs unzählige Male von Granatsplittern getroffen worden sei.

Eine kleine Gruppe von Experten – bestehend aus Niederländern, Australiern und Malaysiern – ist bis jetzt am Absturzort angekommen. Noch immer warten sie auf unzählige Absturz- und Flugsicherheitsfachleute. Gemäss der OSZE sei es äusserst schwierig, zum Absturzort vorzudringen, da jeder Meter Zugang mit den russischen Separatisten ausgehandelt werden müsse.

200 Forensiker helfen an Identifizierung

Derweil haben Experten in den Niederlanden das erste der Opfer von Flug MH 17 identifiziert. Name und Geschlecht der Person wurden nicht genannt, es handle sich aber um einen niederländischen Staatsbürger, teilte die Regierung gestern mit. Die Angehörigen und der Bürgermeister des Heimatortes des Opfers seien informiert worden.

Mehr als 200 Forensiker untersuchen in einer Kaserne in der Stadt Hilversum die sterblichen Überreste, die am Absturzort der Malaysia-Airlines-Maschine geborgen wurden. Alle 298 Passagiere kamen ums Leben, als das Flugzeug am 17. Juli über der umkämpften Ostukraine abgeschossen wurde.

mrs/SDA

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