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50 Verstösse gegen Waffenruhe an einem Tag

Ukrainische Soldaten und prorussische Rebellen beschiessen sich heftig. Kiew beschuldigt die Separatisten – und umgekehrt. Tauschen sie nun ihre Gefangenen?

Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Keystone
Noch keine Spur von Waffenruhe: Prorussische Separatisten feuern in der Nähe der ostukranischen Stadt Horliwka Raketen ab. (18. Februar 2015)
Noch keine Spur von Waffenruhe: Prorussische Separatisten feuern in der Nähe der ostukranischen Stadt Horliwka Raketen ab. (18. Februar 2015)
AFP
Marschbefehl: Einberufene Reservierte bei ihrer Verabschiedung in Kiew. (29. Januar 2015)
Marschbefehl: Einberufene Reservierte bei ihrer Verabschiedung in Kiew. (29. Januar 2015)
Sergei Supinsky, AFP
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Trotz einer vereinbarten Waffenruhe haben sich das ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten in der Ostukraine erneut beschossen. Im Konfliktgebiet habe es innerhalb von 24 Stunden rund 50 Verstösse gegen die Kampfpause gegeben, teilte die Militärführung in Kiew am Freitag mit.

Auch die Aufständischen warfen den Regierungstruppen Dutzende Angriffe vor. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigten, dass sie am Donnerstag mehrfache Artilleriesalven in der Separatistenhochburg Donezk gehört hätten. Beim Beschuss sei eine Frau getötet worden, teilte der Stadtrat mit.

Nach dem Rückzug der ukrainischen Soldaten aus dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewe kündigten die Separatisten an, sie seien zu einem Gefangenenaustausch in den kommenden Tagen bereit.

Zur Versorgung der notleidenden Menschen – unter anderem in Debalzewe – schickte Russland erneut einen Konvoi mit Hilfsgütern ins Konfliktgebiet. Nach Angaben des Zivilschutzes überquerten 30 Lastwagen mit insgesamt rund 200 Tonnen Hilfsmitteln die Grenze. Frühere Lastwagenkolonnen waren deutlich grösser.

Die Ukraine kritisiert die Lieferungen als Verletzung ihrer Souveränität und befürchtet, dass Russland den Separatisten Waffen liefern könnte.

SDA/spu

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