23-jähriger Aktivist der Gelbwesten bei Unfall getötet

Seit Beginn der Proteste in Frankreich vor rund einem Monat sind nunmehr sechs Menschen ums Leben gekommen.

Unfall mit Todesfolge in Avignon: Demonstranten bei einer Mautstelle im Südwesten Frankreichs. (Archiv)

Unfall mit Todesfolge in Avignon: Demonstranten bei einer Mautstelle im Südwesten Frankreichs. (Archiv)

(Bild: Keystone Bob Edme)

In Frankreich ist ein weiterer Aktivist der Gelbwesten ums Leben gekommen. Der 23-Jährige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Donnerstag bei Avignon von einem Lastwagen erfasst und getötet.

Der Unfall ereignete sich demnach kurz nach Mitternacht an einem Kreisverkehr in der Nähe einer Autobahnausfahrt. Der mutmasslich aus Polen stammende Lkw-Fahrer wurde in Polizeigewahrsam genommen.

Es handelt sich um den sechsten Toten seit Beginn der Gelbwesten-Proteste vor rund einem Monat. Vier Aktivisten kamen ebenfalls bei Verkehrsunfällen ums Leben, eine weitere Aktivistin wurde in Marseille von einer Tränengasgranate verletzt und starb später im Krankenhaus.

Die Gelbwesten blockieren Strassen im ganzen Land und protestierten an mehreren Samstagen in Folge. In Paris gab es dabei heftige Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sowie teils bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Protestbewegung fordert den Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron sowie allgemeine Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne.

nag/AFP

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