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Kilian On The Road: In der Heimatstadt des Sexmeisters

Denver, Heimatstadt von Dean Cassady. Ihn hat Jack Kerouac im Kultroman «On the Road» als Dean Moriarty unsterblich gemacht.

Er war ein Gauner, ein Charmeur der Extraklasse, er war bisexuell und verrückt nach Leben und Liebe: Neal Cassady, der Kerouac überhaupt erst zu dessen Reisen durch das amerikanische Land angestiftet haben dürfte. Überlebensgross war dieser Tausendsassa aus Denver, der bereits als Jugendlicher Hunderte von Autos gestohlen hatte, um mit ihnen zum Spass durch die Gegend zu rasen. Dass er ausserdem schreiben konnte und alles Konventionelle möglichst mied, machte ihn noch interessanter. Zumal er Beats und Hippies verband, indem er in den Sechzigern mit den Grateful Dead und Ken Keseys Merry Pranksters – den Hohepriestern des LSD - anbändelte. In jenem legendären Sommer 1947 allerdings inhalierte Cassady vornehmlich Benzedrin, ein Aufputschmittel, das zu jener Zeit noch nicht illegal war. Und weil er in jenem Sommer so ganz nebenbei mit seiner Noch-Ehefrau schlief sowie mit seiner Freundin Carolyn Robinson, brach Neal das Herz seines Lovers Allen Ginsberg. Keroauc wiederum setzte ihm gleich in zwei Romanen – «On the Road» und «Visions of Cody» – ein Denkmal.

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